Woche -634: Die Muse ist oft ein stiller Begleiter
An einem Freitagabend vor über 12 Jahren nahm ich leichter Hand die Hundeleine in dieselbe, ohne zu wissen, dass dieser Abend für mich eventuell später richtungsweisend sein könnte.
Wöchentliche Routine, zeigen dass es noch andere Menschen wie das Rudel gibt, und diese durchaus nett sind. Sozialisierung.
Meine Hündin Burberry zieht zielsicher Richtung Dorfwirt, dort angekommen die üblichen Verdächtigen. Kartenspielen, blöd reden, Lachen, politisieren, Hund streicheln, denselben füttern, Dorfleben…schön!
Nachdem dem Österreicher ja das Sudern in die Wiege gelegt wurde, ergeben sich im Laufe des Abends verschiedene Gespräche, was alles nicht gut läuft, was geändert werden sollte, was man nicht alles besser machen könnte.
Grundtenor des Abends lautet wieder einmal:
„Was wir denken, interessiert eh niemanden, uns hört keiner zu“ und
„Ich kann ja eh nichts ändern“.
So mache ich mich auf den Rückweg unter dem prachtvollen Sternenhimmel, schweigend neben meiner Hündin. Immer wieder bleibe ich stehen und spiele mit ihr und plötzlich wird mir bewußt: „Nur ich kann es ändern!“. Es wird niemand kommen und es für mich machen.
Da schießt es mir durch den Kopf wie ein Blitz, mit der heutigen Technik muss es doch möglich sein, so etwas wie eine App zu machen, die den Stammtisch in die Öffentlichkeit bringt! Genial, muss ja einfach sein, also warum nicht!
Ich bin begeistert und gehe das letzte Stück in Aufbruchsstimmung nach Hause. So lebendig habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt! Die Playlist meines Lebens spielt mir im Gedanken einen Song. Doch die Zeit ist nicht immer reif für manche Ideen, das sollte ich bald sehen.
Aber das ist für den nächsten Beitrag. Es bleibt spannend.
Liebe Grüße
Robert

Woche -620: Ideen gehören geteilt
Nachdem ich mit Programmierung und Computern im Allgemeinen ja nicht sonderlich viel am Hut habe, ist es mir bewußt, dass ich Unterstützung brauche, um meine Idee umzusetzen. Darum treffe ich mich mit Peter in Linz, Informatiker, selbstständig mit einer Softwarefirma, Bandkollege, Freund um eventuelle Möglichkeiten abzuschätzen.
Er hat einen Bekannten mit, der im Marketing arbeitet, früher nannten wir das Werbung. Ich erzähle meine Grundidee: Täglich 3 tagesaktuelle Fragen stellen, welche von der Bevölkerung beantwortet werden. Unabhängig, was die Menschen bewegt.
Wir diskutieren beim Mittagessen und als Zusammenfassung bekomme ich, würde sicher gehen, ist aber hauptsächlich ein Marketingthema. Aha!
Ich treffe mich ein paar Tage später mit einem ehemaligen Arbeitskollegen und seinem Freund, einem App-Programmierer. Wir reden über die Idee, es entstehen Weitere hinsichtlich Nutzen für Firmen etc.. Zum Schluss bekomme ich die Antwort, dass es aber hauptsächlich ums Marketing gehen wird.
So richtig springt keiner an, ist auch nicht verwunderlich, da alle mitten im Arbeitsleben, Familiengründung, Hausbau stecken.
Ich bin in einer Welt aufgewacht, in der es anscheinend wichtiger ist, ein Produkt richtig zu bewerben, als zu schauen, dass es gut funktioniert. Ehrlich gesagt bin ich etwas entmutigt. Und der DJ in meinem Kopf dreht wieder den Plattenteller.
Aber die Geschichte geht noch weiter…
Robert

Woche -620 bis -38: Bewegte Zeiten
Die Jahre ziehen vorbei, ich werde zum dritten Mal Vater, neuer Job, viel Arbeit, Pandemie, alles in allem sehr bewegte Zeiten. Die Idee mit der App rückt in den Hintergrund, aber sie ist dennoch da und will nicht vergessen werden. Ich probiere App-Baukästen aus, doch nichts funktioniert befriedigend. Mir wird immer mehr klar, alleine werde ich die App nie umsetzen. Doch wer könnte mir da helfen?
Robert
